Schlafstörungen-Therapie
Dank neuester Forschungsergebnisse und medizintechnischer Entwicklungen können mittlerweile viele Schlafstörungen erfolgreich behandelt werden.

Restless-legs
Beim Restless-legs-Syndrom ist vermutlich – wie bei der Parkinson Krankheit – der Dopamin-Stoffwechsel im Gehirn gestört. Dopamin ist die biochemische Vorstufe von Adrenalin und Noradrenalin und wirkt als Neurotransmitter, ist also ein Botenstoff, der Informationen zwischen verschiedenen Strukturen im Gehirn übermittelt. Verschiedene Medikamente sowie Gaba können einen Dopamin-Mangel beheben – nach umfassender Untersuchung und Anamnese durch einen Spezialisten.

Schlafapnoe
Auch beim Schlafapnoe-Syndrom gilt, durch schlafmedizinische Untersuchungen im Schlaflabor die beste Therapie zu finden. Dies können Medikamente, mechanische Maßnahmen wie kontinuierliche Überdruckbeatmung mittels Nasenmaske oder auch eine Operation sein.

Ein- und Durchschlafstörungen
Da Ein- und Durchschlafstörungen häufig mit einem Melatonin-Defizit verbunden sind, liegt es nahe, dem Körper wieder Melatonin zuzuführen. Bislang wurden melatoninhaltige Medikamente in Deutschland jedoch nicht gegen Schlafstörungen eingesetzt, sondern nur dazu, einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus wieder einzustellen. Die Gründe: Zum einen ist eine genaue Messung des nächtlichen Melatonin-Spiegels sehr aufwändig, zum anderen ist es Experten bislang nicht gelungen, eine Formulierung zu entwickeln, die der natürlichen Melatonin-Produktion möglichst nahe kommt. Es gab lediglich sogenannte Fast-release-Präparate (schnell ausschüttend), die jedoch den Schlaf nicht während der gesamten Nacht aufrecht erhalten können. Die Slow-release-Präparate (langsam ausschüttend) sind hingegen nicht in der Lage, das Einschlafen zu fördern.  
Jetzt gibt es jedoch ein neues Melatonin-Präparat auf dem amerikanischen Markt, das auch deutsche Ärzte ab sofort ihren schlaflosen Patienten verschreiben können. Melachron® besitzt ineinander verschachtelte Freisetzungsformen. Es kann nach der Einnahme schnell Melatonin ausschütten, diesen Level dann aber auch durch eine zusätzliche, verzögerte Aufnahme bis zum Morgen halten. Eine Packung mit 60 Tabletten wird rund 29 Euro kosten. Das ist nicht nur billiger als manche Schlafmittel: Das Präparat hat zudem den Vorteil, dass es bei richtiger Dosierung keine Nebenwirkungen hat. „Die Einsparpotentiale von Schlafmitteln wären gewaltig, von der Vermeidung von Suchtfolgen ganz zu schweigen“, meint Dr. Fauteck, Forschungs- und Entwicklungsleiter des Präparates. Das Rezept vom Arzt für Melachron® bleibt trotzdem nötig: Denn ein Hormon gehört nun mal in die Hand von Experten.  
Dr. Fauteck: "Die Einsparpotentiale von Schlafmitteln wären gewaltig, von der Vermeidung von Suchtfolgen ganz zu schweigen."
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