Prostatabeschwerden-Therapie
Gutartige Prostatavergrößerung
Klinische Studien lassen vermuten, dass hormonelle Veränderungen, die sich bei Männern mit zunehmendem Lebensalter einstellen, eine Vergrößerung der Prostata fördern. Daraus haben Ärzte die Konsequenz gezogen, dass man mit einer hormonausgleichenden Behandlung einer Vergrößerung der Prostata entgegen wirken kann. Ein solches, in die hormonellen Mechanismen eingreifendes Präparat ist z.B. Finasterid. Es hemmt die Umwandlung von Testosteron zu dem Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron (DHT), das u.a. für die Vergrößerung der Prostata verantwortlich ist. Auch mit Hilfe natürlicher Medikamente, die Zink, Extrakte aus Sägepalmfrüchten und Brennnesselwurzeln enthalten, kann man einer Prostatavergrößerung vorbeugen.

Prostatakrebs
Die Beobachtung, dass Prostatakrebs in Asien wesentlich seltener auftritt als in Europa oder in den USA, deutet darauf hin, dass man Prostatakrebs auch über eine ausgewählte Ernährung beeinflussen kann. Bestimmte Pflanzenstoffe zeigen hemmende Effekte auf das Wachstum des Prostatakrebs, so z.B. das in Tomaten enthaltene Lycopen und das in Soja enthaltene Genistein, außerdem Selen, welches besonders in Broccoli, Tomaten, Thunfisch, Zwiebeln und Weizen enthalten ist. Amerikanische Wissenschaftler bestätigen auch den Inhaltsstoffen der pazifischen Eibe eine hemmende Wirkung auf das Krebswachstum. Idealerweise sind diese Pflanzenstoffe auch besonders gut verträglich. Eine operative Behandlung des Prostatakrebs hängt von seinem Wachstumsstadium sowie vom Alter und Gesundheitszustand des Betroffenen ab. Ist der Krebs noch auf die Prostata begrenzt, wird meistens zu einer radikalen Entfernung der Prostata geraten, denn in diesem Fall ist die Chance für eine Heilung sehr gut. Alternative Behandlungsmethoden sind die Bestrahlung mit Röntgenstrahlen oder mit radioaktiven Substanzen wie z.B. Jod. Wenn der Krebs die Prostatakapsel bereits durchbrochen hat oder andere Organe befallen sind, kann das weitere Wachstum durch eine Hormonbehandlung aufgehalten werden, die das Absenken des Testosterons im Blut bewirken soll.

Prostatitis
Da es sich bei Prostatitis in den meisten Fällen durch eine von Erregern verursachte Erkrankung handelt, wird die überwiegende Zahl der Patienten erfolgreich mit Antibiotika behandelt.  
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