Osteoporose-Therapie
Eine Osteoporose muss so früh wie möglich erkannt werden, um Auswirkungen möglichst gering zu halten und Knochenbrüche zu verhindern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Osteoporose zu diagnostizieren: Eine der sichersten Methoden ist die Knochendichtemessung, die unbedingt erfolgen sollte, wenn gewisse Risiken oder Beschwerden vorliegen. Die Computertomographie kann vergleichbare Ergebnisse wie die Knochendichtemessung liefern, allerdings ist die Strahlenbelastung für den Betroffenen hierbei höher. Röntgenuntersuchungen sind zur Früherkennung weniger geeignet, da diese nur bestehende Brüche oder einen bereits sehr starken Abbau der Knochenmasse erkennen. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen, die ungefähr alle zwei Jahre erfolgen sollten, kann ein Abbau der Knochen erkannt und somit durch geeignete Maßnahmen behandelt werden. Eine Therapie steht grundsätzlich auf drei Säulen, die für den Behandlungserfolg wichtig sind: Genau wie bei der Vorbeugung sind Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit hohem Calciumanteil wichtig. Hinzu kommen noch Medikamente.

Bewegung
Regelmäßige Bewegung stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern festigt auch die Knochenstruktur: Bei Bewegung üben die Muskeln einen Reiz auf die Knochen aus, wodurch die Knochenbildung aktiviert wird. Wenn jedoch bereits erste Knochenbrüche aufgetreten sind, müssen alle Aktivitäten auf die bereits aufgetretenen Schäden abgestimmt werden. Falsche Bewegungen können den Betroffenen schädigen und neue Frakturen hervorrufen. Besonders geeignet sind Spaziergänge und leichte sportliche Tätigkeiten, die keine Verletzungsgefahr in sich bergen. Hierzu zählen Radfahren, Wandern oder Schwimmen. Nicht geeignet sind Sportarten mit einer erhöhten Gefahr von Stürzen, wie Skifahren. Auch ein regelmäßiges Gymnastik- und Bewegungsprogramm ist zu empfehlen. Unter der Anleitung eines geschulten Physiotherapeuten gibt es spezielle Osteoporose-Gymnastik. Darüber hinaus ist eine gute Körperhaltung wichtig. Fehlhaltungen führen zu Muskelverspannungen und teilweiser Inaktivität, was wiederum die Knochen schwächt. Mit entsprechender Disziplin können chronische Schmerzen und die Bildung eines „Witwenbuckels“ vermieden werden. Darüber hinaus schult regelmäßiger Sport auch die Kraft und Koordination, wodurch ein Sturzrisiko vermindert wird.

Medikamente
Da es sich bei Osteoporose um eine chronisch fortschreitende Krankheit handelt, müssen entsprechende Medikamente über lange Zeit eingenommen werden, um dem Masse- und Strukturverlust der Knochen ausreichend entgegenzuwirken. Es gibt Medikamente, die die Knochenabnahme bremsen, indem sie die Aktivität der knochenabbauenden Zellen hemmen, aber auch Medikamente mit knochenaufbauender Wirksamkeit. Die medikamentöse Langzeittherapie richtet sich nach dem Grad des Knochenverlustes und der Art der Osteoporose. Doch auch die Einnahme der Hormone Östrogen, DHEA und Pregnenolon kann das Risiko des Knochenschwundes bei Frauen verringern – besonders nach den Wechseljahren. Hierzu sollte jedoch in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.

Ernährung
Für einen erfolgreichen Kampf gegen die Osteoporose reichen medikamentöse Mittel jedoch nicht aus. Einer der wichtigsten Faktoren ist eine bewusste Ernährung, die reich an Calcium und bestimmten, für den Knochen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist. Um die tägliche Versorgung zu gewährleisten, müssen die Substanzen oft als Nahrungsergänzung eingenommen werden. Eine besonders wirkungsvolle Form zur Deckung des täglichen Bedarfs ist MCHC (mikrokristallines Hydroxylapatit). Dabei handelt es sich um einen Nahrungsergänzungsstoff, der neben Calcium alle Substanzen enthält, die im normalen und gesunden Knochen vorhanden sind. Dazu gehören mineralische Phosphate, Magnesium, Fluoride und Zink, aber auch Vitamine, aktive Enzyme, Aminosäuren und Kollagenfasern. Zahlreiche Studien und Fallberichte belegen, dass MCHC bei täglicher Einnahme zum Knochenaufbau und einer Rekonstruktion der Knochenstruktur beiträgt. Daher wird das Nahrungsergänzungsmittel von Ärzten nicht nur bei bestehender Osteoporose sondern auch zur Vorbeugung eingesetzt.  
vorige Seite nach oben Seite ausdrucken Artikel versenden

KontaktSitemap
 News, Tipps, Trends
Kreislaufrisiken fördern Alzheimer
Zu hoher Blutdruck und zu hohe Cholesterin- werte – die bekannten Risiko- faktoren für Herz und Kreislauf – gefährden das Hirn gleich doppelt:

Zum einen erhöhen sich die Risiken für einen plötzlichen Hirnschlag. Zum anderen fördern sie aber auch den schleichenden Abbau von Hirnsubstanz bei der Alzheimer-Krankheit. (17. April 2004)  weiter
Bewegung beugt Brustkrebs vor
Je mehr sich eine Frau bewegt – über die gesamte Lebenszeit gerechnet –, desto seltener wird sie später an Brustkrebs erkranken. Diese Schutzwirkung ist allerdings bei jüngeren Frauen noch nicht erkennbar, sondern erst nach den Wechseljahren. ...  weiter
Impotente Raucher
Hoher Blutdruck und Zigarettenqualm – eine Kombination, die der sexuellen Lust den Atem raubt. Wie US-amerikanische ...  weiter