Depressionen-Vorbeugung
Gesundheit, Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und soziale Kontakte sind ein möglicher Schutz gegen Depressionen. Wer sich gut fühlt und in der Familie, bei Freunden, im Verein oder in der Gemeinde einen festen Halt hat, den kann auch ein traumatisches Erlebnis nicht so leicht aus der Bahn werfen. Wer sich mit seiner Trauer oder Angst alleine gelassen fühlt, sollte rechtzeitig in Trauerseminaren oder Selbsthilfegruppen Hilfe suchen. Menschen, die zu Winterdepressionen neigen, können frühzeitig mit einer Lichttherapie vorbeugen. Wer öfter unter einer depressiven Verstimmung leidet oder in Stresssituationen häufig psychisch labil wird, kann einer schweren Depression auch durch die Einnahme von Johanniskrautkapseln, Vitamin- und Serotoninpräparaten vorbeugen. In jedem Fall sollte die Dosierung mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.
Für Patienten, die bereits eine Depression überwunden haben, gibt es die Möglichkeit, einem Krankheitsrückfall durch Weiterbehandlung vorzubeugen. Patienten, die unter immer wiederkehrenden Depressionsschüben leiden, sollten sich langfristig medikamentös behandeln lassen, z.B. durch die Einnahme von Antidepressiva. Aber auch eine Psychotherapie über längeren Zeitraum kann dem Wiederausbruch der Krankheit entgegen wirken. An eine langfristige vorbeugende Therapie sollte immer gedacht werden, wenn bereits mehrere schwere, unter Umständen sogar lebensbedrohliche Depressionen aufgetreten sind.
 
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