Depressionen-Therapie
Körperliche Ursache für eine Depressionskrankheit ist eine Stoffwechselstörung im Gehirn. Noradrenalin und Serotonin sind chemische Botenstoffe, die Nervensignale im Gehirn weiterleiten. Bei depressiven Menschen ist die Konzentration dieser Botenstoffe niedriger als bei Gesunden. Zur Behandlung einer leichten Depression genügt in der Regel eine ambulante Gesprächstherapie oder eine andere Form der Psychotherapie. Der Arzt sollte individuell entscheiden, ob zusätzlich antidepressiv wirkende Medikamente eingesetzt werden. Generell sollte immer schon bei den ersten Anzeichen einer Depression ein Facharzt aufgesucht werden. In vielen Fällen können leichte depressive Verstimmungen mit natürlichen Substanzen erfolgreich behandelt werden. Serotonin Um die Stoffwechselstörung im Gehirn auszugleichen und die depressive Störung zu behandeln, muss das Gleichgewicht der chemischen Botenstoffe im Gehirn wieder hergestellt werden. Um Stimmungsschwankungen zu bekämpfen eignen sich Präparate, die den Serotoninspiegel im Körper erhöhen, wie z.B. 5 HTP. Amerikanische Studien haben gezeigt, dass 5 HTP erfolgreich gegen Depressionen, Angstzustände, Schlaflosigkeit und Migräne angewandt werden kann. Ein weiterer Vorteil von 5 HTP ist, dass - gegenüber herkömmlichen Psychopharmaka – keinerlei Nebenwirkungen aufgetreten sind. Patienten, deren Serotoninspiegel zu niedrig ist, reagieren oft impulsiv und aggressiv, sie leiden unter Essstörungen, Alkoholmissbrauch oder sind suizidgefährdet.

Pflanzliche Medikamente
Zu den ältesten natürlichen Heilmitteln bei der Behandlung von Depressionen gehört Johanniskraut. Sein Wirkstoff Hyperizin hat eine stimmungsaufhellende Wirkung und fördert den Gehirnstoffwechsel, indem die Reizübertragung der Nerven verbessert wird. In mehreren Untersuchungen zeigte sich nach einer Behandlungsdauer von etwa vier Wochen eine deutliche Beschwerdebesserung. Darüberhinaus treten bei einer Johanniskrautbehandlung keine Nebenwirkungen auf. Auch ätherische Öle wie Lavendel-, Pfefferminz-, Rosmarin- und Orangenöl können stimulierend auf die Psyche wirken.

Vitamin B6 (Pyridoxin) / Vitamin B3 (Niacin)
Vitamin B6 wird vom Körper unter anderem zur Herstellung von Serotonin, einem wichtigen chemischen Botenstoff im Gehirn, benötigt. Auch bei der Regulation mentaler Prozesse spielt Vitamin B6 eine große Rolle und beeinflusst die Stimmungslage. Vitamin B3 wird vom Körper aus Tryptophan hergestellt. Kommt es zu einem Mangel an Vitamin B3, kurbelt der Körper die Produktion mit einer großen Menge Tryptophan wieder an. Diese Überproduktion von Tryptophan hat eine Senkung des Serotoninspiegels zur Folge, der Patient leidet unter einer depressiven Verstimmung.

Magnesium
Magnesium wird zur Knochen-, Protein- und Fettsäurenbildung benötigt, sowie zur Aktivierung der B-Vitamine, zur Muskelrelaxation und zur Blutgerinnung. Außerdem ist es für die Regeneration der Gehirnzellen von entscheidender Bedeutung. Depressionen gehen häufig mit Magnesiummangel einher, die Symptome können durch Magnesiumverabreichung oft gebessert werden.

Alternative Behandlungsmethoden
Zu den alternativen Behandlungsmethoden zählen Akupunktur, Akupressur, Aromatherapie und Lichttherapie. Hierbei wird versucht, die psychischen Kräfte des Menschen durch die Stimulierung bestimmter Körperstellen, durch ätherische Öle oder gezielte Lichtbestrahlung zu beeinflussen und zu stärken.  
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