Welches Verfahren?
Neben kleineren Lifting-Maßnahmen wie z.B. Stirnlifting oder Augenlidlifting (Blepharoplastik) ist das sogenannte „große Facelift“ das einzige Verfahren, das im gesamten Gesicht einen bleibenden Verjüngungseffekt schafft, da es alle alternden Bestandteile gleichermaßen berücksichtigt. Es ist keinesfalls ausreichend, nur die obere Gesichtshaut zu spannen. Besser ist ein mehrschichtiges Operationsverfahren, bei dem die tiefen Gewebestrukturen von der Haut gelöst und neu positioniert werden. Haut, Muskeln, Fett und Bindegewebe altern unterschiedlich und müssen daher auch individuell korrigiert werden. Für ein großes Facelift werden in den Randgebieten des Gesichts (Haaransatz, vor und hinter den Ohren, unter dem Kinn) gezielt Hautstreifen entfernt, um alle Gesichtspartien harmonisch zu straffen. Bei Bedarf werden auch Gesichtsmuskeln verkürzt. Die entstehenden Nähte sollen möglichst unsichtbar bleiben und werden deshalb z.B. in die Kopfbehaarung oder hinters Ohr gelegt. Die Ränder der Wunden werden mit Nähten und Klammern verschlossen. Nach der Operation wird ein elastischer Verband angelegt, der in den ersten Tagen mögliche Schwellungen verhindern soll.
 
Wann ist man nach der OP wieder fit?
Nach der Operation müssen Sie keine starken Schmerzen befürchten. Typisch ist dagegen ein Spannungsgefühl, das mehrere Tage anhält. Ein stationärer Aufenthalt ist in jedem Fall erforderlich, meistens können Sie nach 2 bis 3 Tagen wieder nach Hause gehen. Nach 4 Tagen ist auch Haarewaschen wieder erlaubt. Die Dauer des Verbands richtet sich nach dem Umfang des Eingriffs, in der Regel wird er 5 bis 10 Tage getragen. Fäden oder Klammern, mit denen die Schnittwunden verschlossen werden, können nach ca. 10 Tagen entfernt werden. Dann ist der Patient auch wieder arbeitsfähig. Voll gesellschaftsfähig ist man bereits nach ca. 3 Wochen.
 
Risiken
Komplikationen sind sowohl bei den größeren als auch bei den kleineren operativen Verfahren selten. Bei nur zwei bis drei Prozent der Patienten werden Blutergüsse beobachtet. Diese treten gehäuft in den ersten zwei Stunden nach der Operation auf. Auch Gefühlsstörungen der Gesichtshaut sind möglich, Verletzung der großen Gesichtsnerven sind dagegen eher selten beobachtet. Bei Rauchern verläuft die Wundheilung nicht immer optimal. Da bei ihnen die feinen Blutgefäße im Gesicht nicht richtig durchblutet werden, kann es zu einer störenden Narbenbildung kommen. Wie bei allen Operationen müssen Patienten mit Komplikationen wie Infektionen, Thrombosen und Embolien rechnen. Diese treten jedoch äußerst selten auf. Lassen Sie sich dennoch vor dem Eingriff von Ihrem Arzt ausführlich über mögliche Risiken informieren.  
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